Die Bergkette “Cordón del Plata” als Alternative zur Aklimatisierung vor der Besteigung des Aconcaguas
Laut Statistik, 30% der Personen, die versuchen den Aconcagua zu besteigen, erreichen den Gipfel. Aufgrund der jahrelangen gesammelten Erfahrungen, kann man folgende Gründe angeben, die für diesen niedrigen Prozentsatz ausschlaggebend sind.
Einer der Wichtigsten ist die unausreichende Vorbereitung der Bergsteiger zur Bewältigung eines Berges dieser Grössenordnung, aber hauptsächlich liegt es an der fehlenden Information und auch an der unausreichenden Organisation. Ein anderer Grund ist die kurze Entfernung bis zum Fusse des Berges.
Wie schon gesagt, die guten Zufahrtswege zum Aconcagua lösen Probleme, aber wegen fehlender Erfahrung können sie grosse Schwierigkeiten verursachen. Ein gutes körperliches Training und eine gute vorhergehende Aklimiatisierung würden dieses Hindernis beseitigen.
Das Vorgehen örtlicher Bergsteiger und auch mancher europäischer Bergführer, die ihre Gruppe auf der Kette “El Cordón del Plata” aklimatisieren ist empfehlenswert, da dadurch die nötige Voraus- setzung zur Bewältigung des Aconcaguas in kürzester Zeit und mit einer hohen Erfolgsquote geschaffen wird.
Ausserdem werden in dieser Gegend Berge in Höhe von über 5000 bis fast 6000 M. ohne grössere Schwierigkeiten bestiegen. Sollte die Spitze des Aconcaguas dann doch nicht erreicht werden, wird die Rückreise mit der Genugtuung einen 5tausender besiegt zu haben und ins Curriculum einsetzen zu können, angetreten.
Lage der Bergkette “El Cordón del Plata”
Ausgerüstete Schutzhütten
Durch verschiedene Bergtäler kann man die o.e. Bergkette erreichen, die 80 Km. südwestlich von der Stadt Mendoza liegt. Das wichtigste Bergtal ist “Vallecitos”. Es beginnt mit 2000 M. Höhe, hat zonenbedingt niedrige Vegetation und erreicht 4.200 M. Höhe in “La Ollada” mit Fels und Eis, wo schon Hochbergklima herrscht.
Im Jahre 1942 auf 2.600 M. Höhe wurde die erste Schutzhütte mit dem Namen “San Bernardo” errichtet, Besitz des Sportclubs “Andes Talleres”, Esquí Club Mendoza. Der “Club Andinista Mendoza” besitzt auch zwei höhergelegene Schutzhütten mit Namen “Humberto Ré” und “Mausy”. Die Letztgenannte wird von einem Konzessionsinhaber
Geführt, der die ausländischen Expeditionsteilnehmer versorgt. Er bietet Frühstück, Abendessen, elektrisches Licht, Warmwasser-duschen und mobilen Funk (Handy) an. Zur Verfügung stehen 18 Nachtlager.
“Vallecitos” als Basis-Lager
Sauberes Wasser von hochgelegenen Gletschern ist vorhanden. In Höhe von 4.000 M. kann problemlos Eis und Schnee geschmolzen werden. Dort ist es feuchter und es regnet öfters als in der restlichen Zentralkordillere. Die Tagestemperatur (Hitze) ist erträglich, nachts sinkt sie auf minus 0ªC (je höher desto mehr unter 0ªC). Die Sommergewitter sind nicht so heftig wie die des Aconcagua-Gebietes. Die Tagesmärsche sind sehr kurz. Um einen Berg von 4.000 M. ab der Schutzhütte “Mausy” zu besteigen, braucht man um hin- und zurückzukommen einen Tag (8/9 Stunden). Für den Berg “El Plata”, drei Tage.
Da kein regelmässiger Verkehr für den Transport zwischen Mendoza und Vallecitos vorhanden ist, werden bequeme Kleinbusse und/oder kleine Lieferwagen angemietet. Die Dauer der Reise beträgt ungefähr zwei Stunden.
Ärztliche Bescheinigungen und kostenverbundene Genehmigungen sind nicht nötig. Für die normalen Routen ist auch keine besondere Ausstattung notwendig, es genügen: Steigeisen, piolets und ein Paar Stöcke.
Zusamennfassend: Für eine gute Aklimatisierung, verfügen wir über Autotransport bis zu fast 3.000 M.
Tentativplan zur Aklimatisierung in Vallecitos
Erster Tag: Ankunft mittags. Am Nachmittag Spaziergang zum Berg
"Arenales", 3.330 M. Und "Lomas Blancas", 3.700 M. Rückkehr zur
Schutzhütte.
Zweiter Tag: Besteigung des Berges "San Bernardo", 4.440 M. (8 Stunden).
Dritter Tag: Option zwischen Besteigung des Berges "Franke", 4.900 M. oder
Transport zum Talgrund. Basislager in "La Ollada" auf 4.200 M.
Vierter bis sechster Tag: die Besteigung der Berge "Vallecitos", 5.470 M.,
"Rincón", 5.210 M.,oder "El Plata, 5.900 M. stehen zur Wahl.
Siebter Tag: Ausruhen in der Schutzhütte. Gutes Abendessen und bequemes
Schlafen.
Achter Tag: Transport nach LOS PUQUIOS (Puente del Inca), wo die Ausrüstung
für die Maultiere ausgehändigt wird, Ankunft in "Quebrada Horcones" und
von dort aus zu Fuss bis "Confluencia" (3 bis 4 Stunden Fussmarsch),
Übernachtung im Zelt und den nächsten Tag Ankunt in "Plaza de Mulas
Superior" (4.230 M.). Beginn der Besteigung des Aconcaguas. |
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